Monatsübung “Ein Tag ohne Einsatz ist ganz selten"

"Notruf 144" prangt in grossen Buchstaben auf dem lemongrünen Fahrzeug. Von aussen hat wohl schon jeder ein Ambulanzfahrzeug gesehen. Doch wie sieht ein solches eigentlich von innen aus? , der Leiter des Rettungsdienstes Zofingen, fuhr an der Monatsübung August mit dem "Zofi 92" vor, um den Samaritern den Rettungsdienst etwas näher zu bringen.

365 Tage im Jahr und 24 Stunden am Tag ist der Rettungsdienst einsatzbereit. Innert 3 Minuten nach Eingang eines Alarms müssen die Rettungssanitäter mit der Ambulanz ausgerückt sein.


Ein Ambulanzfahrzeug – auch RTW genannt – bringt nebst dem Know-how der Besatzung auch viel Material an den Einsatzort, damit die Patienten auch ausserhalb des Spitals optimal versorgt werden können.


Je nach Einsatzmeldung werden unterschiedliche Geräte und Utensilien aus dem Fahrzeug geholt: Der Notfallrucksack ist ausgestattet mit der Beatmungs- und Intubationsausrüstung, verschiedenen Infusionen und Medikamenten, Blutdruck- und Blutzuckermessgerät, Pulsoximeter sowie etwas Verbandmaterial. Der Monitor liefert den Rettungssanitätern die Vitalwerte des Patienten. Mit dem rund 40'000 Franken teuren Gerät lassen sich Blutdruck, Herzrhythmus, Sauerstoffsättigung automatisch messen. Der Monitor hat auch eine Defibrillator- und Schrittmacherfunktion. In einer separaten Kindernotfalltasche gibt es alle Utensilien auch noch "eine Nummer kleiner". Komplettiert wird die Ausrüstung des Ambulanzfahrzeugs mit Sauerstoff, Absaugpumpe, Halskragen, Verbrennungsset sowie Arm- und Beinschienen.


Jeder Einsatz wird auf einem zweiseitigen Einsatzprotokoll genauestens dokumentiert. Dies dient nicht zuletzt auch der Qualitätssicherung. Denn seit letztem Jahr ist der Rettungsdienst Zofingen vom Interverband für Rettungswesen zertifiziert.

Die Samariter interessierten sich auch für viele Details: "Wie teuer ist denn ein Einsatz mit Blaulicht und Horn?", "Macht ihr auch Verlegungsfahrten in andere Kantone?", "Warum müsst ihr nachts mit Horn fahren?"  wusste alle unsere Fragen kompetent zu beantworten.


Im anschliessenden gemütlichen Teil genoss man Würste, Brot sowie Kaffee und Kuchen. Die Präsidentin Ruth Syed würdigte in einer kleinen Ansprache die Verdienste von Margrit Thalmann und Käthi Lindt, welche im Mai die Henry-Dunant-Medaille für ihre 25-jährige Samaritertätigkeit in Empfang nehmen durften.

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